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Werke von Futuristen:

Grande Serate


 

 Futuristen

Zu den futuristischen Malern der ersten Stunde gehören Giacomo Balla, Umberto Boccioni, Carlo Carrà und Luigi Russolo, die 1910 das zweite futuristische Manifest »Il manifesto dei pittori futuristi« verfassten, dem auch der in Paris lebende Gino Severini beitrat. Bereits 1909 hatte der italienische Dichter F. T. Marinetti in Paris das erste futuristische Manifest veröffentlicht und sich damit an die Spitze einer neuen Bewegung gestellt.

Giacomo Balla
*1871 in Turin – gest. 1958 in Rom (I). Balla besuchte in Turin ein Abendschule für Zeichnen und siedelte 1893 nach Rom über. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts lernte er Boccioni und Severini kennen und wurde deren Lehrer.

Umberto Boccioni
*1882 in Reggio Calabria (I) – gest. 1916. Seit 1998 besuchte Boccioni in Rom die freie Aktschule. Dort lernte er Severini und Balla kennen. Lässt sich nach Aufenthalten in Paris, Russland, Padua und Venedig 1908 in Mailand nieder. Boccioni war mit Vorträgen, Manifestationen und Schriften aktiv an der futuristischen Bewegung beteiligt. 1915 meldete er sich mit Marinetti, Russolo und Sant‘Elia zum Radfahrer-Freiwilligenbataillon. Boccioni starb 1916 durch einen Reitunfall bei einer militärischen Übung.

Carlo Carrà
*1881 in Quargneto (Alessandria) – gest. 1866 in Mailand (I). Carrà studierte seit 1904 an der Brera-Akademie in Mailand unter Cesare Tellone. Zwischen 1908 und 1909 Bekanntschaft von Boccioni, Erba, Romani und Marinetti. Bis 1915 aktiver Teilnehmer der futuristischen Bewegung, nach 1916 unter dem Eindruck der Bekanntschaft von de Chirico, Savino und de Pisis Hinwendung zu ›metaphysischen‹ Werken.

Luigi Russollo
*1885 in Portogruaro (Venedig) –gest. 1947 in Cerro Laveno (I). Russollo gehörte in Mailand zum avantgardistischen Dichterkreis um Marinetti und war Mitarbeiter der Zeitschrift »Poesia«. 1909 Bekanntschaft mit Boccioni. Seine »Intonarumori« genannte Musik wurde für die futuristische Bewegung, an der er bis 1918 tätigen Anteil nahm, wichtiger als seine Malerei.

Gino Severini
*1883 in Cortona (I) – gest. 1966 in Paris (F). Severini siedelte 1899 nach Rom über, wo er Boccioni begegnete und mit diesem zusammen im Atelier von Balla arbeitete. 1906 Aufenthalt in Paris, dort Bekanntschaft mit Modigliani, Picasso und den zukünftigen Kubisten.