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ORLAN »Ceci est mon corps ... ceci est mon logiciel« | Omniprésence
ORLAN, »Ceci est mon corps ... ceci est mon logiciel« Omniprésence, 1993
Omniprésence | © ORLAN


 
ORLAN »Ceci est mon corps ... ceci est mon logiciel« | OmniprésenceORLAN »Ceci est mon corps ... ceci est mon logiciel« | Omniprésence
New York | USA
 

 ORLAN
»Ceci est mon corps ... ceci est mon logiciel: Omniprésence«

»›Omniprésence‹ lautet der Titel der siebten Schönheitsoperation-Performance, die einen zentralen Platz in [den Werken bezüglich] ›La Réincarnation de Sainte-Orlan‹ einnimmt. Die Performance wurde live nach Paris, in die Sandra Gering Gallery in New York, in das McLuhan Center in Toronto und in das Banff Multimedia Center übertragen. Der Körper, der sich leibhaftig im Operationssaal befindet, kann gleichzeitig von vier weiteren Orten aus betrachtet werden. Auf diese Weise kann die Künstlerin während der Übertragung mit den Zuschauern sprechen, daher auch der Titel. Die Chirurgin, mit der Orlan arbeitete, war eine Feministin, Dr. Marjorie Cramer. Diese Zusammenarbeitete befreite die Künstlerin von der parasitären Symbolik, die man mit der Anwesenheit eines Arztes als einer dominierenden männlichen Figur assoziiert hätte. Mit Hilfe von Dr. Cramer ging es Orlan darum, sich möglichst viele Implantate einsetzen zu lassen. Zwei von ihnen, die normalerweise verwendet werden, um die Wangenknochen zu betonen, wurden unter den Augenbrauen auf jeder Seite der Stirn platziert. Diese beiden vorstehenden Ausstülpungen gestatten es der Künstlerin, ihr Projekt noch besser als eine Arbeit zu definieren, die ›die Schönheitschirurgie in einer vollkommen abwegigen Art und Weise benutzt und die die Technologie verwendet, um etwas zu produzieren, das man niemals als schön bezeichnen könnte [...]‹. Die bei dem Eingriff gemachten Fotos bilden eine ganz besondere Serie mit dem Titel ›Ceci est mon corps ... ceci est mon logiciel‹ (›Dies ist mein Körper... Dies ist meine Software‹).«

(Quelle: Orlan 1964–2001, Ausstellungskatalog ARTIUM de Alava, Centro-Museo Vasco de Arte Contemporaneo, Salamanca 2002, S. 222.)