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Max Neuhaus | Time Square | Time Square
Max Neuhaus
Time Square | Fotografie | © Max Neuhaus
 


 
 

Quellentext:

Neuhaus, Max »Audium«

Relevante Textstellen:

icon: authorGolo Föllmer »Audio Art« | 2 | 3| icon: authorGolo Föllmer icon: authorJulia Gerlach »Audiovisionen. Musik als intermediale Kunstform«


 

 Max Neuhaus

* 1939 in Beaumont, Texas; lebt in New York und Paris. 1957-62 Schlagzeugstudium bei Paul Price an der Manhattan School of Music, New York. Anfang der 1960er Jahre Solokonzerte u.a. mit Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen in Europa und den USA, u.a. in der Carnegie Hall, New York; 1966 »Listen«, erste Arbeit als unabhängiger Künstler, und »Public Supply«, erstes akustisches Netzwerk über die Radiostation WBAI, New York; 1967 realisierte Neuhaus die erste elektroakustische Installation »Drive-in Music« in Buffalo, New York, und prägte daraufhin den heute gebräuchlichen Begriff »Klanginstallation« (»sound installation«) um Werke zu beschreiben, die weder Anfang noch Ende haben und deren Struktur sich mehr im Raum als in der Zeit entfaltet; 1977–92 erste permanente Klanginstallation »Times Square« am gleichnamigen Platz in New York City; seitdem diverse permanente Arbeiten für Museen und öffentliche Orte.
Neuhaus konzipiert seine Klanginstallationen grundsätzlich für einen bestimmten Raum und leitet die Gestaltungsprinzipien von dessen Spezifika ab: Auf der einen Seite von akustischen und anderen baulichen Qualitäten, auf der anderen Seite von den typischen Gebrauchsformen seiner Nutzer. Als einer der ersten realisierte Neuhaus viele Installationen an speziellen Orten im öffentlichen Raum und reflektierte dessen akustische Qualität nicht nur künstlerisch, sondern auch als Designproblem des 20. Jahrhunderts. So schlug er z.B eine durch bessere Ortbarkeit sicherere Sirenentechnik für US-amerikanische Polizeifahrzeuge vor und entwickelte einen Wecker, der Schlafende mit Stille weckt — nämlich dadurch, dass ein langsam in der Lautstärke gesteigerter Ton zur Weckzeit abrupt abbricht.