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 Richard Kriesche
»Artsat«

6. Oktober 1991 11 Uhr MEZ: Mit der Raumstation MIR, die sich zu diesem Zeitpunkt gerade über der sowjetischen Hauptstadt befand, wurde vom Flugleitzentrum der Funkkontakt bis in das ORF Publikumsstudio in Graz hergestellt. Nach einer kurzen Einführung ›reichte‹ der Künstler Richard Kriesche dem österreichischen Kosmonauten symbolisch die Hand. Das Ereignis des ›Handreichens‹ konnte mit Hilfe des Experiments VIDEOMIR realisiert werden. Das Videobild der Hand des Künstlers in Graz wurde vom Publikumsstudio des Österreichischen Rundfunks in Graz zum AUSTROMIR-Informationszentrum an der Technischen Universität Graz, von dort über einen Nachrichtensatelliten in das Flugleitzentrum in Kaliningrad und von dort weiter zur Raumstation MIR übertragen, wo auf einem Videomonitor die Hand erschien. Ab diesem Zeitpunkt benötigte die Raumstation ca. 60 Minuten, bis sie den Funkempfangsbereich von Graz erreichte. Während dieser Zeit fand im Grazer Funkhaus eine im TV übertragene Multimedia-Meditation mit Liveauftritten zum Thema Kunst - Kulturraum - Weltraum statt, während als Nonstop-Hintergrundmusik der Donauwalzer erklang. Die Zeit einer Erdumkreisung wurde mit dem Graben eines Erdlochs vor dem Grazer ORF Gebäude als gleichsam imaginäre Zeitskulptur sichtbar mitvollzogen (und zwar von Peter Gerwin Hoffmann, der auch für das Design der CD ARTSAT verantwortlich war).

(Quelle: http://www.kunstradio.at/1991B/31_10_91.html)