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Gebhard Sengmüller »VinylVideo« | Sub-Techs bei The Lab, San Francisco, April 1998
Gebhard Sengmüller, »VinylVideo«, 1998
Sub-Techs bei The Lab, San Francisco, April 1998 | © Gebhard Sengmüller
Web-Link: www.vinylvideo.com


 
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Kategorien: Kontext | Video

Schlagworte: Archiv | Ausstellung | Apparat

Werke von Gebhard Sengmüller:

TV Poetry


Österreich
 

Girardet, Christoph; Volker Schreiner «Subsoil»| Fritz Lang »M: Eine Stadt sucht einen Mörder«

 Gebhard Sengmüller
»VinylVideo«

»VinylVideo ist ein Stück Fake-Medienarchäologie.
Entworfen wird eine Vorrichtung, die Film/Videodaten (Bewegtbild und Synchronton) auf herkömmliche Vinylplatte, wie sie seit den 30er Jahren bekannt ist, abspeichert und wieder abspielbar macht. Den historischen Hintergrund für diese fiktive Entwicklung bildet das Phänomen, dass zwar seit den späten 20er Jahren Fernsehen (elektronische Bildübertragung) möglich war, bis zur Entwicklung des Videorecorders 1958 bzw. dessen Einführung in den Massenmarkt Anfang der 80er Jahre (!) kein Aufzeichnungsmedium für den Heimbereich existierte. Der Konsument war für eigene Aufzeichnungen bis zu diesem Zeitpunkt auf den (de facto meist stummen) Schmalfilm auf dem Stand von 1900 angewiesen, und auch dieser war nur für kurze Aufnahmezeiten erschwinglich, ein Festhalten von Fernsehgeschehen war überhaupt nicht möglich.
VinylVideo konstruiert also ein audiovisuelles Homemoviemedium der späten 40er/frühen 50er Jahre und schliesst so eine Lücke in der Technikgeschichte. Als Bildträger dienen herkömmliche Analog-Langspielplatten mit einer Spieldauer von ca. 15 min/Seite bzw. Singles mit ca. 4 min/Seite. Diese Platten [...] werden auf einem normalen Plattenspieler mit Diamantnadel abgespielt, eine Black Box übernimmt die Umwandlung in ein Videosignal, das auf einem Schwarz/Weiss Fersehgerät wiedergegeben wird.«

(Quelle: Vinyl Video, hg. von Gebhard Sengmueller & Onlineloop, August 1998.)