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Matthew Barney »Cremaster 5«
Matthew Barney, »Cremaster 5«, 1997
© Matthew Barney
 


 
 

Kategorien: Film

Schlagworte: Körper | Poesie


Mitwirkende: Ursula Andress
 

 Matthew Barney
»Cremaster 5«

Nachdem in »CREMASTER 5« (1997), der völlige Abstieg endlich erreicht ist, wird das abschließende Kapitel des Zyklus als tragische Liebesgeschichte dargeboten, ein Klagelied über Trennung und Verlust, das in der romantischen Traumlandschaft Budapests des ausgehenden 19. Jahrhunderts spielt. Der Film ist als Oper konzipiert. Biologische Metaphern haben ihre Gestalt verändert und halten nun Gefühlszustände besetzt - Verlangen und Verzweiflung, die in der Orchesterpartitur zu Leitmotiven werden. Die Hauptpersonen der Oper - die Kettenkönigin (von Ursula Andress gespielt) und ihre Diva, der Zauberer und der Riese (alle von Matthew Barney gespielt) - inszenieren als musikalisches Ensemble gemeinsam die Erlösung, die für den Zyklus versprochen wurde. »CREMASTER 5« stellt in der Ouvertüre die Personen der Oper vor und legt einen Plan der Stadt Budapest aus, der die Schauplätze der Handlung zeigt. Der Zauberer reitet über die Kettenbrücke. Die Königin steigt mit ihren zwei Begleitern die Treppe der Ungarischen Staatsoper hinauf. Sie lässt sich auf dem Thron in der Königsloge nieder und die Begleiter arrangieren um sie herum einen Schwarm von sieben Jakobinertauben. Perlen gleiten über die Oberfläche der Badebecken in den Gellert-Thermen und verdecken zum Teil die Geister, die in der Unterwasserwelt wohnen.

(Quelle: Matthew Barney, The Cremaster Cycle, Hatje Cantz Verlag, 2002 Ostfildern-Ruit)