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Richard Kriesche »Malerei deckt zu, Kunst deckt auf!«
Richard Kriesche, »Malerei deckt zu, Kunst deckt auf!«, 1977
Videostill | © VG Bild-Kunst 2004


 
Richard Kriesche »Malerei deckt zu, Kunst deckt auf!«Richard Kriesche »Malerei deckt zu, Kunst deckt auf!«Richard Kriesche »Malerei deckt zu, Kunst deckt auf!«Richard Kriesche »Malerei deckt zu, Kunst deckt auf!«Richard Kriesche »Malerei deckt zu, Kunst deckt auf!«Richard Kriesche »Malerei deckt zu, Kunst deckt auf!« | Video abspielen
Kassel | Deutschland | Archiv / Sammlung: Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF), Mainz
 

 Richard Kriesche
»Malerei deckt zu, Kunst deckt auf!«

Malerei deckt zu, Kunst deckt auf! Zwischen Ihnen und mir sind unsichtbare Barrieren eingebaut. Ich sehe zum Beispiel in die Kameras des ZDF. Ich sehe niemanden von Ihnen, der mich jetzt sieht. Da Sie nicht sehen, was ich sehe, und ich nicht sehe, was Sie sehen, muß offenkundig Unsichtbares zwischen uns liegen. Dies gilt es zu beschreiben, damit Sie sehen, was ich sehe, und ich sehe, was Sie sehen.
Richard Kriesche

Richard Kriesche wiederholt in seinem Originalbeitrag zu einer Sendung des ZDF-Magazins »Aspekte« programmatisch als Medienstatement dreimal den zitierten Text: zu Beginn im Bildschirm, dann vor dem Bildschirm und am Schluß wieder im Bildschirm. »Mein Projekt«, so Kriesche im Interview zu dieser TV-Aktion, »stellt eine Analyse von Wirklichkeitsebenen dar. Das Bild vor mir, das Bild hinter mir, das Bild als Gleichzeitigkeit mit mir.« Die in einem fast didaktischen Sinn eingesetzte Technik des Bluebox-Verfahrens, in dem in blaugefärbte Teile eines elektronischen Bildes mit dem Mischer ein anderes Bild gestanzt werden kann, verdeutlicht die Manipulierbarkeit der Fernseh-Kommunikation – eben deshalb: »Malerei deckt zu, Kunst deckt auf!«