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wie die Betrachter zu Teilnehmenden der szenischen Inszenierungen werden, sind die von Michael Fried kritisierten Parameter der Rezeptionsästhetik zum eigentlichen Wirkungsprinzip geworden.
deren räumliche Anordnung den diegetischen Rahmen ersetzt, wird die »ästhetische Grenze zwischen Bühnenraum und Zuschauerraum« [21] überschritten. Mit dieser komplexen Bildregie wird die klassische Ordnung des Zuschauerraums, in dem die Betrachterinnen und Betrachter auf ihren Plätzen sitzend in statischer Pose das Geschehen auf der Leinwand beobachten, endgültig in einem allumfassenden Szenarium aufgelöst, indem die performative Involviertheit der Betrachter bereits durch deren Eintreten und Mobilität innerhalb des rundum bespielten Bildraumes angelegt ist. Der Künstlerin gelingt in dieser Staffelung der Dokumentationssegmente die buchstäbliche Verwandlung der Black Box zum Partyraum. Die physische Begegnung mit den lebensgroßen Darstellern in den Videosequenzen, aber auch mit den anderen anwesenden Betrachtern im Raum, lässt die Zuschauer sich ihrer eigenen Rolle als Akteure innerhalb der arenaförmig angelegten Rundumprojektionen bewusst werden. [22]